


Die Varroa ist eine ansteckende Bienenkrankheit, die verursacht wird durch einen Parasiten, die Varroamilbe: die Varroa Destructor (sehe unten)

Die weibliche Milbe, die zugleich erwachsene Bienen als auch die Brut der
Bienen zusetzt, hat eine bräunlich farbe und eine ovale Form. Die Länge
beläuft sich ungefähr au 1 mm und die Breite etwa 1,6mm. Der Körper
ist bedeckt mit einem Rückenschild, die vier Paren kurze, gebogene Beine,
sind kaum sichtbar unter dem Rückenschild. Die männliche Milbe ist
kleiner und wirkt runder. Die Farbe is braun -grau
Weil fast alle Imker in den Niederlanden (und sonstwo in der Welt) chemische
Behandlungen durchführen um dieser Seuche abzuhelfen, beschloss ich bereits
in 1996 um diese Milbe durch Selektion entgegenzuwirken. Es hat sich herausgestellt,
dass im Bienenwachs und im Honig Rückstände zurückblei
Die Selektion durch die Zucht verläuft durch die instrumentelle Besamung
viel schneller als in der normalen Zucht. Hiernach erfolgt eine Ausführung
über die Selektion.

Weil ich meine Bienen ungerne mit Gift behandelte, habe ich bereits 1995 angefangen Ameisensäure anzuwenden. In 1996 beschloss ich einige meiner Buckfastvölker (mit besamten Königinnen) nicht zu behandeln. In 1997 habe ich 35% meiner Völker nicht behandelt. In 1998 beschloss ich rücksichtslos alle meine Völker nicht mehr zu behandeln. Auf dem Stand befinden sich im Durchschnitt 25 Wirtschaftsvölker, und 25 Kleinvölker. Nur im Frühjahr 1999 verlor ich Völker (etwa ein Drittel). Die Völker, die übrig geblieben waren, sahen alle gut aus und stammten alle von Müttern, die ich seit einigen Jahren nicht mehr behandelt hatte gegen Varroa. Frühjahr 2000 winterten alle Völker gut und gesund aus. Alle Völker stammten von Müttern, die bereits vier Jahre nicht mehr behandelt wurden. Auch Frühjahr 2001 sind alle Völker gut ausgewintert , bis auf ein Völkchen, dass an einem entfernten Stand im Schilf stand und Mäusebesuch gehabt hatte: leergefressen. In diesen letzten Jahren habe ich nachgezüchtet von meinen unbehandelten Linien, und es lohnt sich allmählich.
Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass ich eine varroatolerante Biene
gezuchtet habe, aber schon eine Biene, die gut auskommt zu leben mit dieser
Milbe. Ich möchte mich jetzt auch einsetzen für Imker, die ähnliche
Völker besitzen und immer nachzüchten von Völkern, mit solchen
Eigenschaften.
Es versteht sich, dass man nicht nachzüchten soll von Völkern, die
stark zu leiden haben von der Varroa. Diesen Sommer (2001) werde ich Experimente
anstellen mit der Lamarkii-Biene und vielleicht auch die russische Biene,
weil beide Bienenrassen gut auszukommen scheinen mit der Varroa.
Wenn es Imker gibt, die auch diese Richtung eingeschlagen sind, dann möchte
ich mich gerne mit Ihnen in Verbindung kommen. Weil ich selber inseminiere,
habe ich die Möglichkeit gerichtet anzupaaren; das Problem steckt immer
wieder im ausfindig machen von neuem Material (Blutauffrischung). Nicht nur
Bruthygiene ist wichtig für die Entfernung von Milben (Feststellung durch
Nadeltest!), sondern auch gegenseitiges Putzen.

Ich kann das sehr schön miterleben im Schaukasten in meinem Büro.
Wie dem auch sei: ich imkere schon sechs Jahre (im Frühling
2002 sieben Jahr) ohne zu behandeln und das macht mir sehr viel Spass.

Dieses Jahr (2001) habe ich mehrere Königinnen der Lamarkii-Abstammung
inseminiert. Im Moment sieht es vielverspechend aus. Zusetzliches Bienenmaterial
wurde hergeholt, dass hauptsächlich inseminiert wurde. Auch dieses Material
wird ohne Behandlung eingewintert; im Frühjahr wird sich herausstellen
welche sich eignen für eine Nachzucht. Am Ende dieses Zuchtberichtes
finden Sie die Stammbäume vor.
Dieser Saison 2003 wurde kein neues Material beschaffen. Die Zucht verlief
zügig: es wurden 300 Königinnen gezüchtet. Die Frühjahrsverluste
dieses Jahres, wovon bei vielen Kollegen die Rede war, sind bei mir nicht
aufgetreten. Von 60 Völkern sind eigentlich nur drei oder vier ohne direkten
nachweisbaren Grund verschwunden. Es waren Völker die ohnehin nicht stark
eingewintert wurden und solche Erfahrungen sind auch lehrreich.
Nach sieben Jahren ohne Behandlung ausgekommen zu sein gab es inzwischen doch
ein Zeichen von Interesse seitens des Prüfstandes PPO Hilvarenbeek. Herr
Smeekens hat mich am 19. August besucht und war begeistert über die Bienen.
Später werde ich wahrscheinlich noch darauf zurückkommen. In den
kommende Jahren werde ich mich was die Zucht betrifft einschränken müssen,
weil ich im Moment andere Prioritäten stellen muß. Es wird zwar
weiterhin umgelarvt wie vorher. Ich werde jedoch keine Zeit haben für
die Zucht von Königinnen für den Verkauf. Auch werde ich die Zahl
meiner Völker verringern, sodaß die Bienen mir dann etwas weniger
Zeit kosten werden